Den Kamin richtig zu befeuern muss gelernt sein
Laut Kalender ist Winter. Leider lassen einen die Temperaturen nicht so recht daran glauben. Dennoch gibt es nichts Gemütlicheres als ein Kaminfeuer am Abend, bei dem man den tänzelnden Flammen zuschaut und sich der wohligen Wärme erfreut.
Einheitliche Befeuerungstipps, wie man einen Kamin richtig zum Brennen bringt, gibt es nicht. Zu viele Komponenten spielen da eine Rolle. Beispielsweise richtet sich die Wahl des Brennstoffes maßgeblich nach dem Bau des Ofens, des Kamins oder der Brennkammer. Allerdings kann man ruhigen Gewissens sagen, dass sie für alle Ofen- und Kaminarten Brennholz und Pellets eignen. Lediglich mit Briketts oder Steinkohle sollte man vorsichtig sein. Diese werden extrem heiß und können daher nicht beliebig in jedem Kamin eingesetzt werden. Sollten diese zum Einsatz kommen, sollte die Brennkammer zwingend aus Gusseisen bestehen. Holzbriketts, die im Handel angeboten werden und speziell für Kaminöfen produziert werden, sind allerdings davon ausgenommen.
Um einen Kamin richtig zu befeuern, muss man zunächst vor dem Anzünden überprüfen, ob sowohl für ausreichende Abluft als auch für Zuluft gesorgt ist. Die meisten Kamine verfügen daher über Abluftklappen oder über einen Regler, mit dem man die Luftverhältnisse regeln kann. Als Faustregel gilt: je mehr Zuluft eine Brennkammer bekommt, desto schneller brennt das Brenngut. Daher sollte man beim Anfeuern die Klappen möglichst weit öffnen, damit schnell eine hohe Temperatur erreicht wird.
Ist die gewünschte Wärme erreicht, kann diese getrost gedrosselt werden. Der daraus resultierende Gluterhalt heizt die Räume über einige Stunden.
Beim Heizen mit einem Kamin darf man das Lüften nicht vergessen
Egal, ob man einen Bollerofen, einen offenen Kamin oder einen Kachelofen besitzt: alle diese Heizungen brauchen Sauerstoff, damit die Verbrennung des Kaminholzes funktionieren kann. Aus diesem Grund muss dafür Sorge getragen werden, dass immer genügend Frischluft in den Raum gelangen kann und vorhanden ist. Wenn es draußen noch nicht so kalt ist und man nur den Ofen erhitzt, um es im Wohnraum etwas behaglicher zu machen, sollte man einfach das Fenster ankippen. Dann gilt es in jedem Fall darauf zu achten, das man nicht gerade zwischen Fenster und Feuerstelle sitzt, denn dort befindet sich augenblicklich Zugluft und man erreicht dann das Gegenteil von dem, was man eigentlich wollte. Sind die Temperaturen draußen sehr niedrig, ist das Kippen des Fensters nicht mehr ratsam. Es würde den Raum zu sehr auskühlen, wenn es permanent geöffnet würde.
Bei kalten Temperaturen sollte daher alle paar Stunden eine Stoßlüftung stattfinden. Die Fenster werden dafür weit geöffnet, sodass möglichst viel Sauerstoff in den Wohnraum eindringen kann und nach wenigen Minuten wieder geschlossen. Sollte man mit einem Ofen heizen und gleichzeitig nebenan in der Küche die Dunstabzugshaube laufen haben, kann die fehlende Luftzufuhr zu einer potentiellen Gefahr werden. Die Abzugshaube holt eventuell Abgase in den Raum, die ansonsten über den Kamin abziehen würden. In dem Fall, dass die Abzugshaube parallel laufen sollte, muss man zwingend für genügend Sauerstoff sorgen und ein Fenster öffnen oder aber anderweitig für genügend Luftnachschub sorgen. Auf Grund der potentiellen Gefahr von giftigen Dämpfen verlangen sogar die meisten feuerpolizeilichen Vorschriften eine Zwangsabschaltung der Abzugshaube, sofern nicht für genügend Sauerstoff gesorgt werden kann. Sensoren könnten in diesem Fall den Unterdruck im Raum überprüfen und bei Unregelmäßigkeiten gegebenenfalls die Abzugshaube sperren. Es gibt aber auch speziell konstruierte Kaminsysteme, die über eine integrierte Frischluftzufuhr verfügen. Sollte man solch ein System besitzen, muss man sich nicht mehr um die Sauerstoffzufuhr kümmern.
Die Arbeit mit Holz hat Zukunft
Jedes Jahr, wenn sich das Schuljahr dem Ende zuneigt, stellen sich die Zehntklässler wieder die Frage nach der beruflichen Richtung, die sie einschlagen wollen. Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz und auf ein darauf folgendes Berufsleben in gesicherten Festanstellungen stehen grundsätzlich besser, wenn sich die angehenden Azubis genaue Gedanken über den Beruf machen, den sie erlernen wollen. Dabei gilt es, Prognosen zu beachten und Entwicklungen der Wirtschaft und der Gesellschaft zu berücksichtigen, um auf diese Weise einen Beruf zu finden, der auch in Zukunft noch ausreichend gefragt sein wird.
Ein solcher Beruf ist der Holz- und Bautenschützer, denn der Trend geht immer weiter weg vom Neubau moderner Wohn- und Geschäftsgebäude und hin zur Sanierung bereits bestehender Bauten. Schon heute umfassen zwei Drittel aller Bauaufträge die Sanierung von Bestandsbauten. Das Baugewerbe leidet unterdessen an Fachkräftemangel, was sich besonders hinsichtlich der Holz- und Bautenschützer bemerkbar macht. Die beruflichen Chance für einen Holz- und Bautenschützer stehen folglich besonders gut und die Betriebe suchen derzeit händeringend nach Auszubildenden.
Abgesehen von den weitreichenden beruflichen Möglichkeiten bietet die Tätigkeit als Holz- und Bautenschützer auch ein breitgefächertes handwerkliches Aufgabenfeld. Eine zentrale Fähigkeit, die der Holz- und Bautenschützer haben muss, ist es, Schäden an Holzbauteilen zu erkennen und zu beurteilen. Schädlingsbefall oder Feuchtigkeitsschäden sind Dinge, die der Holz- und Bautenschützer hilft zu beheben oder im Vorfeld schon zu verhindern. Sowohl Kraft als auch Intelligenz sind bei der Ausbildung gefragt und vor allem eine ausgeprägte Affinität zum Holz – sowohl als Baustoff als auch als natürliche Ressource.
Der Blaue Engel schützt Klima und Wälder gleichermaßen
Pünktlich zur Heizsaison stehen viele Hausbesitzer und Betreiber von Heizanlagen vor der Entscheidung, ob sich ein Austausch der Anlage lohnt und es besser ist auf einen Holzofen zurückzugreifen. Denn bei der Frage nach einem umweltfreundlichen und ressourcenschonenden Brennstoff, der Erdöl und Co. ersetzen kann, ist Holz eine sehr beliebte Alternative. Emissionsarme Brennmaterialien sind dabei vor allem Holzhackschnitzel und Holzpellets. Damit die Klimaschutzbedingungen jedoch nicht durch Raubbau an unseren Wäldern untergraben werden oder unnötig Schadstoffe in unsere Atmosphäre gelangen, müssen die Holzbrennstoffe unbedingt nachhaltig gewonnen werden. Das bedeutet, dass sie emissionsarm getrocknet und effizient genutzt und über möglichst kurze Transportwege zurückgelegt werden. Diese Kriterien, die gemeinsam mit dem IFEU Heidelberg erarbeitet wurden, stellt das Öko-Institut im Rahmen der Kennzeichnung umweltschonend erzeugte Holzhackschnitzel und Holzpellets vor. Diese weisen alle das Umweltsiegel „Blauer Engel“ auf. Holzprodukte mit dem Blauen Engel müssen aus einer nachweisbar nachhaltigen Forstwirtschaft stammen. Verbraucher die mit diesen Holzmaterialien heizen tragen demzufolge nachhaltig zur Umweltverbesserung bei. Es wird stets darauf geachtet, dass der Blaue Engel nur an Holzbrennstoffe aus Wäldern vergeben wird, die mindestens den FSC-, PEFC- oder den Naturland-Kriterien entsprechen. Das Siegel wird bereits seit Jahren für diverse Forstprodukte eingesetzt, erstmal werden damit nun auch Holzbrennstoffe gekennzeichnet. Darüber hinaus müssen zusätzlich Nachhaltigkeitsanforderungen zum Schutz arten-und kohlenstoffreicher Flächen eingehalten werden, die in der EU für Biokraftstoffe gelten, erfüllt werden, damit das Siegel ausgehändigt wird. Der Blaue Engel stellt außerdem sicher, dass die Holzhackschnitzel und Pellets nur aus Reststoffen aus Sägewerken, aus Holz aus sogenannten Kurzumtriebsplantagen oder aus Hölzern mit einem Durchmesser von mehr als sieben Zentimetern aus kontinuierlichen bewaldeten Flächen besteht. Um das Siegel zu erhalten, ist sowohl der Einsatz von Pestiziden als auch der von Düngemitteln zur Ertragssteigerung im zu rodenden Waldgebiet verboten. Der Hersteller der Holzhackschnitzel und Pellets ist zwingend verpflichtet, die Herkunft des Holzes, welches er verarbeitet hat, anzugeben und lückenlos zu dokumentieren.
Russisches Sägewerk verwirklicht ehrgeizige Produktionspläne
Russland ist der größte Flächenstaat der Erde und sein Reichtum besteht bekanntermaßen in den unermesslichen Vorkommen an Bodenschätzen und Rohstoffen. Holz ist einer dieser Rohstoffe, an denen Russland besonders reich ist. Die riesigen bewaldeten Flächen eignen sich seit Jahrhunderten, um Holz für die verschiedensten Verwendungszwecke zu produzieren und Sägewerke gehören seit je her zu Russland wie der Kreml und die Matroschkas. Ein weiteres Sägewerk nahm vor kurzem erstmals die Produktion auf. Es befindet im Nordwesten des europäischen Teils Russlands in der Stadt Beresknik, Archangelsker Gebiet und produziert Schnittholz. „Lesprom-Network“, das russische Branchen-Nachrichtenportal berichtete, dass für die kommenden Jahre eine schrittweise Steigerung der Produktion angesetzt ist. Werden in diesem voraussichtlich 150.000 Kubikmeter Schnittholz produziert, so sollen es im Folgejahr bereits 400.000 Kubikmeter werden. Bis zum Jahre 2013 soll die Produktion auf 500.000 Kubikmeter/a gesteigert werden. Das sind ehrgeizige Pläne, doch das Sägewerk kann schon jetzt eine tägliche Produktion von 700 bis 1.000 Kubikmeter vorweisen und hofft, den Ausstoß schnell erhöhen zu können. Die Erwartungen an das neue Sägewerk sind jedenfalls hoch, immerhin wurden rund 650 Millionen Rubel, das entspricht ungefähr 15 Millionen Euro, nur allein in den Unternehmensbereich „Holzbeschaffung“ investiert. Ein Großteil dieses Investitionsbetrages floss dabei in die Anschaffung neuer Harvester und Forwarder. Neben der „Holzbeschaffung“ umfasst das Unternehmen noch den Unternehmensbereich „Holzverarbeitung“, dessen Aufbau ebenfalls Investitionen voraussetzte.